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Überholung der akustischen Anlage

Reparatur von Resonanzboden, Gussplatte, Saiten & Rasten


Die akustische Anlage ist die Seele eines jeden Pianos. Sie umfasst alle schwingenden Bauteile wie die hölzerne Raste, den Stimmstock und den Resonanzboden. Das Fundament des Klangkörpers ist die Gussplatte. Sie wiegt bei Klavieren etwa 80 kg, bei Flügeln etwa 100-200 kg. Grund für das hohe Gewicht ist ihre Aufgabe: Sie muss die enormen Zugkräfte der rund 220 gespannten Saiten von etwa 20 Tonnen aushalten. Dabei darf sie das Schwingen der Saiten nicht schwächen oder mindern.

Die Raste mit dem  Stimmstock bildet den stabilisierenden Unterbau für den Resonanzboden und die Gussplatte, wobei der Stimmstock die Schwingungen der Saiten auf den Resonanzboden überträgt.

 

Ob Klavier oder Flügel, die Qualität der verbauten Materialien entscheidet über Klangfarbe, Tonlänge und Obertonreichtum. Eine ganz zentrale Rolle spielt dabei das feine Holz des Resonanzbodens, an den tausende Schwingungen innerhalb einer Sekunde übertragen werden. Der Resonanzboden verwandelt sie in für uns hörbare Töne. Je gleichmäßiger, stabiler und leichter er schwingt, desto schöner der Klang des Instruments. Der Resonanzboden wird aus Bergfichte mit möglichst gleichmäßigen, möglichst nahe beieinander liegenden Jahresringen gefertigt. Je enger die Jahresringe, desto langsamer und fester ist das Holz gewachsen.

 

Insbesondere bei älteren Instrumenten können sich jedoch über die Jahre Trocknungs- und Spannungsrisse im Resonanzboden, Stimmstock und an anderen Holzteilen bilden. Solche Risse können das freie Schwingen der Teile beeinträchtigen und dadurch den Klang verschlechtern.

 

Möchte man den ursprünglichen Ton des Instruments wiederherstellen, beginnt man mit der Arbeit an der akustischen Anlage. Nach sorgfältiger Begutachtung setzen wir alle defekten Teile fachgerecht instand und passen sie neu ein. Wenn es erforderlich ist, entfernen wir darüber hinaus den alten Lack des Resonanzbodens und lackieren ihn neu. Dazu verwenden wir einem speziellen Lack, der das Schwingungsverhalten des Holzes verbessert.


Austausch der Saiten

Jeder der 88 Klaviertöne wird von je ein bis drei Saiten (dem so genannten Chor) erzeugt, auf die der Hammer beim Anschlag einer Taste gleichzeitig trifft. Die Saiten bestehen aus Stahl, wobei die Basssaiten und einige Saiten im Übergangsbereich zur Mittellage mit Kupferdraht umsponnen sind. Mit zunehmendem Alter können die Saiten rosten, schlimmstenfalls sogar reißen, und sie verlieren an Klang. Nicht mehr funktionsfähige Saiten tauschen wir daher aus. Es ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, sämtliche Saiten auszutauschen. Manchmal kann es genügen, einzelne Saiten zu ersetzen.

 

Nach einem Komplett-Austausch der Saiten kann es erforderlich sein, das Instrument mehrere Male zu stimmen, bis die gewünschte Tonhöhe erreicht ist. Stimmt man zu schnell zu hoch, können die frischen und noch wenig elastischen Saiten reißen.

 

Zusätzlich zum Stimmen neuer Saiten empfehlen wir eine Intonation, um Ihrem Instrument den gewünschten Ton oder Klangcharakter zu verleihen.